Firmware History

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MIT QUANTUM 2.0 IST EINE NEUE FIRMWARE FÜR DEN AXE-FX II ERSCHIENEN.
WAS GENAU ES DIESMAL ZU FEIERN GIBT, WOLLEN WIR IN 
DEN FOLGENDEN ZEILEN BESINGEN.

 

PRIVILEGIERTES VÖLKLEIN
Wir Musiker sind in einer beneidenswerten Position. Während andere Menschen haarsträubende Dinge tun müssen, um Entspannung und Ausgleich zu finden, haben wir unsere Musik. Und wir brauchen auch nicht lange zu suchen, um neue, tolle Leute kennenzulernen, denn unsere Musik liefert uns Bekanntschaften und Freunde einfach so mit und seit es den Axe-Fx gibt, ist das Leben für uns Gitarristen und Bassisten noch schöner geworden - richtige Glückgitarristen und Glücksbassisten halt.

FEIERLAUNE
Und nun gibt es schon wieder Grund zur Freude: Mit Quantum 2.0 ist eine neue Firmware für den Axe-Fx II vom Himmel gefallen und wir erklären in den nachfolgenden Zeilen, warum das vorher schon so Gute erneut so viel besser geworden ist.

ampsDER HIMMEL HÄNGT VOLLER AMPS
Seit unserem letzten Loblied  sind sage und schreibe zwanzig neue Verstärkermodelle hinzu­gekommen. Insgesamt verfügt der Glücks­gitarrist nun über 243 Amps in seinem Axe-Fx II. Wollte man sich mit jedem dieser Modelle auch nur eine Stunde beschäftigen und würde das acht Stunden pro Tag durch­halten, so bräuchte man einen ganzen Monat, um jeden Amp einmal anzuspielen. Der Reigen an neuen Modellen fällt diesmal so üppig aus, dass 'für-jeden-ist-etwas-dabei' schon unter­trieben wäre. Von etlichen der neuen Amps gab es bereits vorher Modelle. Die neu hinzu­gekom­menen widmen sich nun anderen Kanälen oder bisher nicht abge­deckten Betriebsmodi der Vorbilder. Das beginnt mit gleich vier großartigen Modellen aus der Fender-Ecke.

  • Ein Deluxe Reverb, ein Super Reverb sowie zwei verschiedene auf Twin Reverb-Amps basierende Modelle.

  • Im Class A-Bereich sind ein weiteres Vox AC30-Modell sowie ein Morgan AC-20 Deluxe hinzugekommen.

Aus der Boutique hat Cliff Chase drei weitere Leckerbissen mitgebracht:

  • Ein Paul Ruby Rocket, ein Splawn Nitro mit KT-88 Endstufenröhren sowie ein Bludotone Ojai

plexi

WER 'CRUNCH' SAGT MUSS AUCH 'PLEXI' SAGEN
Und das gleich dreimal:

  • Ein neues Modell eines 50W Plexi mit einer Modifikation des Kathoden-Bypass-Kondensators, die in den frühen 1970ern modern wurde und etwas mehr Höhen bringt.

  • Ein 1970er Marshall 1959SLP 100 mit einem dunkleren, weicheren Klang als frühere Plexis.

  • Sowie ein 1972 50W Marshall Plexi mit 6550 Endstufenröhren.

ODER 'MORE GAIN'

  • Dann hätten wir gleich vier Modelle des vierkanaligen 100W Marshall JVM410HJS Joe Satriani Signature-Amp zu bieten.

  • Zwei neue Modelle des nicht nur bei Eddie-Fans beliebten Peavey 6505+ in verschiedenen Betriebsmodi sind hinzugekommen.

  • Der cleane Kanal des Soldano X-88 ist zwar nicht wirklich Hi-Gain, komplettiert aber diesen Amp, dessen Kanäle nun allesamt im Axe-Fx II enthalten sind.

  • Mit einer neuen Eigenkreation FAS Hot Rod liefert Cliff Chase seine eigene Interpretation eines modifizierten Marshall ab. Unbedingt antesten!

JETZT LASSEN WIR'S RAUS
Wir bleiben noch ein wenig bei den Amps. Diejenigen unserer Leser, die schon sehnsüchtig auf die Stelle warten, wo wir wieder erklären, warum das vorher schon Gute erneut so viel besser geworden ist, kommen nun auf ihre Kosten.

VORRANG AUTHENTIZITÄT 
Cliff Chase strebt größtmögliche Authentizität an. Diesem Ziel von Fractal Audio müssen sich alle anderen Parameter unterordnen. Auch in der Vergangenheit wurden oft die vielleicht etwas gefälliger klingenden Algorithmen fallen gelassen, wenn ein 'echter' klingenderes Verfahren gefunden wurde. Das heißt unter anderem, dass theoretische Rechenmodelle zunehmend durch reale Messwerte an Punkten innerhalb der Schaltung verfeinert und verbessert wurden. Meilensteine in dieser Hinsicht waren die Einführung von MIMIC und dem bahnbrechenden G3-Modeling

  • Mit Quantum 2.00 geht dieses Konzept der Modellierung auf Basis auch von Messwerten anstatt nur anhand der Theorie nun erstmals bis auf die Ebene einzelner Bauteile hinab. Dies betrifft z.B. die Berechnung der Plattenspannungen mit dem Resultat einer weicheren, fetteren Verzerrung und besserer Dynamik-Reaktion. Neue Algorithmen für das Endstufen-Modeling verbessern die Lastreaktion und das Spielgefühl. Auf der PWR DYN-Seite des Amp-Blocks wird nun das spielabhängige Absinken der Versorgungs-Spannung für die virtuelle Endstufe (B+) angezeigt. Hierdurch fällt es leichter, die Auswirkung von Parameter-Änderungen abzuschätzen.

  • Auch die Kathodenfolger-Modellierung, die Trioden-Sättigung und die Simulation der Trioden-Gitterspannung wurden verfeinert.

  • Speziell verbessert wurden auch die Algorithmen für Verstärkermodelle im Class-A-Design, sowie die verschiedenen 'Jumpered-Plexi'-Modelle. Dadurch ergibt sich eine insgesamt realistischere, etwas weichere Verzerrung mit akkuraterem Obertonverhalten, transparenteren Höhen und mehr Biss. Auch Töne am Einsatzpunkt der Verzerrung klingen noch besser, und Hi-Gain-Klänge profitieren von strafferen Bässen.

  • Das Spielgefühl und die Reaktion auf dynamisches Spiel insgesamt wurde weiter perfektioniert. LAUT testen!

  • Ganz wichtig ist diesmal wieder das Zurücksetzen der Amps. Es wurde nicht nur das grundsätzliche Modeling überarbeitet, sondern zahlreiche Modelle noch mal extra. Deshalb in jedem Preset einmal ein anderes Amp-Modell wählen und dann wieder zurück zum ursprünglichen Modell, um die Grundeinstellung und die erweiterten Parameter zurückzusetzen. Ohne diesen Vorgang klingt es sonst vielleicht komisch.

BOXENSIMULATIONEN
Einige der 4x12-Cab-Simulationen wurden durch verbesserte Modelle aus einem Cab Pack ersetzt. Außerdem kann die Flankensteilheit der Low- und High-Cut-Filter nun eingestellt werden.

Wem die inzwischen 180 in der Firmware eingebauten Lautsprechersimulationen nicht ausreichen, kann sich bei Fractal Audio und anderen Quellen mit frischen IRs versorgen. An dieser Stelle verweisen wir auch gern auf die neue Seite cabir.eu ,die wirklich exquisite Cab-Simulationen anbietet. Die Seite wird betrieben von Axe-Fx-User Markus, von dem wir bereits berichtet haben und der ganz nebenbei auch Betreiber des unabhängigen deutschsprachigen Forums axe-fx.de.

effekte

EFFEKTE
Eine ganze Handvoll neue Effekt-Typen ist diesmal zu vermelden.

  • Der neue FAS Boost-Verzerrer ist ein annähernd cleanes Modell, welches sich hervorragend zum 'Anblasen' von Vintage-Amps wie z.B. den Plexis eignet.

  • Und dann gibt es noch vier neue Delay-Typen.

  • Insgesamt sind wir jetzt bei 34 verschiedenen Drives (Uff, wer hat 34 Verzerrer auf dem Pedalboard?)

  • Bei den Delays ist die Zählung jetzt bei 18 Modellen, wobei die 10 verschiedenen Multi-Delays noch nicht mitgezählt sind.

  • Die CPU-Benutzung insbesondere des Phasers wurde verbessert.

  • Die Auslastung der CPU wurde weiter verringert.

BEQUEMLICHKEITEN
Der Axe-Fx II ist gemessen an seiner Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit unglaublich leicht zu bedienen. Dennoch werden auch hier immer mal wieder kleinere Verbesserungen vorgenommen.

  • Die Menüseiten für Output-Level und die FX-Loop zeigen nun die jeweils aktive Scene an, und ermöglichen zugleich die Wahl der Scene über den Quick-Control-Regler 'A'. So wird das Einstellen der Ausgangspegel je Scene erleichtert.

  • In Layout-Bildschirm wird jetzt für den jeweils gewählten Block angezeigt, ob er auf X oder Y steht, falls der Block X/Y-Umschaltung unterstützt. Auch dies ist eine kleine, aber sehr nützliche Erweiterung beim täglichen Umgang (Arbeit kann man das ja nicht nennen...) mit dem Gitarristenglücklichmacher.

WAS ES NOCH ZU SAGEN GIBT
Insgesamt 22 kleinere Fehlerbehebungen seit unserem letzten Update-Bericht haben wir in den Release Notes gezählt. Das betrifft Dinge wie falsch gesetzte Standardparameter oder auch Geräusche beim Umschalten zwischen bestimmten Amps. Insgesamt also mehr als genug gute Gründe für ein Update. Bitte aber nicht direkt vor dem Gig, sondern lieber etwas Zeit einplanen, um die eigenen Sounds an die veränderten Algorithmen anzupassen. 

Viel Spaß damit!

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