Panorama

 

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WHO THE HECK IS YEK?

SCHON IN DER VERGANGENHEIT HABEN WIR FRACTAL-USER PORTRAITIERT, DIE UNS IRGENDWIE AUFGEFALLEN SIND. DIESMAL BERICHTEN WIR VON EINEM GEWISSEN 'YEK', EUROPÄER MIT NIEDERLÄNDISCHEM AKZENT. 

SYSTEMATISCH ZUGREIFFEN
Hinter dem Nickname Yek verbirgt sich ein äußerst hilfsbereiter Zeitgenosse aus den Niederlanden, Alexander van Engelen, der der Auffassung ist, dass Wissen nur dann wirklich seinen vollen Nutzen entfalten kann, wenn es konsequent gesammelt, systematisch abgelegt und leicht zu durchsuchen ist. Durch seine Beschäftigung mit den Axe-Fx, hat er viele Informationen in How-Tos und FAQs zusammengetragen und nutzbar gemacht, die vorher über unzählige Stellen verstreut waren.

WERTVOLLER BEITRAG
Für diesen wertvollen Beitrag zur Axe-Fx-Community danken wir ihm ganz herzlich. Nicht nur wir, sondern auch viele Mitglieder im Axe-Fx-Forum schätzen darüber hinaus seine freundliche und hilfsbereite Art, die er in weit mehr als dreitausend Forumsbeiträgen unter Beweis gestellt hat. Grund genug, den Menschen hinter dem Nickname "yek" mal etwas genauer kennen zu lernen. Friedlieb hat ihm deshalb ein paar Fragen gestellt. Er war so nett, sie uns zu beantworten.

G66Kannst Du uns etwas über Dich erzählen?

ALEXANDER: Ich bin Alexander van Engelen, 47 Jahre alt, und lebe in der Universitätsstadt Leiden in den Niederlanden mit meinen drei Jungs (13, 15, 18) und meiner Freundin.

G66: Als Du im Forum zum ersten Mal deine How-Tos vorgestellt hast, erwähntest Du, dass dein Job mit Informationsmanagement zu tun hat. Und wie jeder sehen kann, bist Du sehr gut darin. Was kannst Du den Leuten sagen, die auch diesen systematischen Ansatz der Informationsverwaltung erlernen möchten?

YEK: Wissensmanagement ist nicht meine Hauptbeschäftigung, aber ein Nebengebiet. Überall, wo ich arbeite, stelle ich fest, dass Wissen oft nur in den Köpfen der Leute steckt. Das ist zwar unvermeidbar, aber schade. Wissen ist ein Aktivposten und sollte leicht zu erlangen, zu dokumentieren, mitzuteilen und zu durchsuchen sein. Wenn Du willst, dass deine Organisation und deine Angestellten lernen und wachsen, ist das Requirieren des Wissens ein Muss. Ich nehme es oft auf mich, diesen Prozess zu starten und das wird geschätzt.

G66: Was tust Du in dem bisschen restlicher Zeit, die Du nicht mit dem Sammeln Axe-Fx-bezogener Informationen, dem Zusammenstellen von FAQs und dem Schreiben von Forums-Beiträgen verbringst?

YEK: Ich bin freiberuflicher Justiziar im Bereich Personalmanagement. Regierungsorganisationen beauftragen mich, um organisatorische Änderungen zu begleiten, in schwierigen Fällen und Rechtsangelegenheiten zu beraten, sie vor Gericht zu vertreten, etc.

G66: Welche anderen Gerätschaften setzt Du ein? Was ist deine Lieblingsgitarre? Wer ist dein Lieblingsgitarrist?

YEK: Ich bin ein Ton-Junkie. Habe Jahres meines Lebens mit Ändern und Auswechseln von Equipment verschwendet. Ich hatte immer große Pedalboards und Rack-Zeugs. Bogner-Amps sind mein Favorit, obwohl ich keinen mehr habe. Der Axe-Fx hat das alles geändert. Kein stundenlanges Umarrangieren von Pedalen und Schneiden von Kabeln mehr, jetzt gibt es nur noch Shunts und virtuelle Kabel.

Was Gitarren betrifft, bin ich ziemlich traditionell. Meine Lieblingsgitarren sind eine Haar Telecaster (Haar ist ein Niederländischer Gitarrenbauer) und eine Gibson LP-295. Ich habe auch eine Fender American Deluxe Fat Strat, eine Suhr Guthrie Govan und Gitarren, die mein Bruder gebaut hat (hier ein Video).

Mit dem Axe-Fx benutze ich zwei deutsche TT-Boxen mit je einem EVM-12L Speaker und eine Matrix GT1000FX Endstufe. Das ist, weil ich oft Kneipengigs spiele und diese Anlage gibt mir den Punch und das Auftreten eines echten Amps. Wenn ich über eine große PA spiele, verwende ich Cab-Simulationen im Signal zur PA, und entweder die Matrix mit den TT-Boxen oder einen QSC K12 als Fullrange-Monitor. Zuhause verwende ich Adam A7X Studiomonitore.

Zurzeit entferne ich mich von den Allzeit-Helden Vai, Satriani etc., weil reine Gitarrenstücke mich zu langweilen beginnen. Ich höre lieber Songs, alles von softem Jazz bis hin zu härteren Sachen. Und auch Dance ganz ohne Gitarren. In Holland mag ich Leendert Haaksma. Internationale Typen, die ich mag, sind Peter Thorn und Ty Tabor, aufgrund ihres geradlinigen Stils und auch aufgrund ihrer Persönlichkeit.

G66: Dein Beitrag zur Community wird sehr geschätzt. Was empfindest Du dabei, dem so viel deiner Zeit kostenlos zu widmen?

YEK: Ist das Verlangen nach 'Perfektion', ich kann nichts dagegen tun ;-). Wenn ich etwas mache, dann will ich, dass es komplett ist. Und es hat mich eine große Menge an Zeit gekostet, Infos zu finden und die Sachen über den Axe-Fx selbst zu lernen. Es wäre großartig, wenn die Wiki/How-Tos etc. anderen viel Zeit sparen könnten. Ich möchte aber hervorheben, dass die How-Tos etc. zum großen Teil auf den Tipps und Tricks von erfahrenen Benutzern basieren. Ich habe sie auf gut zugängliche Art zusammengestellt, aber ihnen gebührt die Ehre für den Inhalt.

G66: Wie lange spielst Du schon Gitarre? Welche anderen Interessen oder Hobbies hast Du?

YEK: Ich habe mit 13 angefangen. Damals habe ich vier Stunden am Tag gespielt und viel gelernt. Das ist inzwischen nicht mehr der Fall. Ich verlasse mich auf Routine. Ich bin heutzutage ein recht limitierter Gitarrist, der in einer Cover Band (RockDonald's) in Bars spielt. Wir machen Rock Covers, aber passen auf, die üblichen abgetragenen Gassenhauer zu vermeiden. Heute erfreue ich mich mehr an der Energie und Freude des Auftretens als an dem Vorzeigen von Fähigkeiten. Neben meiner Familie und Musik mag ich das Stadtleben sehr, mit Freunden rumhängen, Festivals besuchen, Spaß am Leben haben. Und ich habe meine Freude am Rucksack-Reisen gefunden. Besonders gefallen hat mir Südamerika und Afrika.

G66: Was bedeutet der Nick Name 'Yek'?

YEK: Als ich in die ersten Foren reingegangen bin, war Compuserve größer als das Web. Ich musste einen Namen wählen und habe einfach irgendeinen Quatsch eingetippt, seitdem habe ich immer diesen Nicknamen verwendet.

G66: Kannst Du Dich erinnern, wie und wann Du erstmals vom Axe-Fx erfahren hast? Was hast Du damals gedacht?

YEK: Ich weiß es nicht wirklich. Höchstwahrscheinlich durch ein Internet-Forum. Ich war von seinen Features fasziniert, und er war so gut durchdacht in jeder Hinsicht.

G66: Was hat Dich schließlich überzeugt, den Schritt zu wagen?

YEK: Ich war es leid, meine Abende mit dem Umbau meines Pedalboards und Racks zu füllen, wieder und wieder. Ich hatte mal einen Line 6 AX2 und obwohl der es für mich nicht richtig gebracht hatte, habe ich mich am Axe-Fx festgebissen. Noch bevor er ankam, hatte ich mein gesamtes anderes Equipment verkauft (mehr als 30 Teile) und mich ganz auf den Axe-Fx fixiert. Und wie viele neue Anwender hatte ich am Anfang mit ihm zu kämpfen, weil man den Umgang erst lernen muss. Und am Anfang hatte ich nicht viel Glück mit der Verstärkung. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe. Und die Community hat sehr geholfen, mit vielen hilfreichen Tipps von erfahrenen Benutzern.

G66: Was würdest Du Leuten sagen, die dem Axe-Fx skeptisch gegenüberstehen? Wem würdest Du einen Axe-Fx empfehlen? Und welchen Leuten würdest Du empfehlen, sich keinen zu zulegen?

YEK: Ich empfehle ihm jedem, weil er so gut ist, aber ich höre sofort damit auf, wenn ich merke, das er nichts für sie ist. Viele Leute wollen nur ein paar Regler und einen Netzschalter, das ist vollkommen okay. Ich habe kein Bedürfnis, die Welt zu bekehren, aber ich helfe gern jedem, der sich für einen Axe-Fx interessiert. Deshalb habe ich auch das niederländische Axe-Fx-Meeting letztes Jahr initiiert. Ein weiterer Grund, den Axe-Fx zu empfehlen, ist der Support hier in Europa. Ich hatte mit Jacques und Sussi mehrmals zu tun, und sie sind die freundlichsten und hilfreichsten Leute, denen ich in diesem Bereich begegnet bin. Sie sind die Besten.

G66: Wie wird diese ganze technische Entwicklung weitergehen? Denkst Du, dass echte Röhrenamps eines Tages überflüssig werden? Siehst Du einen Anwendungsbereich, der Geräten wie dem Axe-Fx für immer verschlossen bleiben wird?

YEK: Vor einem halben Jahr habe ich aufgehört, mich an diesen niemals endenden Foren-Threads zu beteiligen, die das Für und Wider von Digitalem Modeling vs. Röhren diskutieren. Ich hoffe, dass Röhrenamps noch für lange Zeit hergestellt werden. Es gibt Platz für alles. Ich schätze, die 'Roots' Jungs (Country, Rockabilly etc.) werden dem Axe-Fx niemals erliegen, und das ist okay. Aber er ist so unglaublich gut, dass er eine glänzende Zukunft vor sich hat.

G66: Vielen Dank Alexander, dass Du Dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten.

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